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Wie Überhangmandate zustande kommen

Der Bundestagswahlkampf geht in seinen Endspurt und die verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien werden lauter. Das aktuellste Beispiel ist das Gerangel um die Überhangsmandate (siehe NW-Artikel hier). Bei einer Wahl, nach der die Bürger mit einem Fünf-Parteien-System rechnen müssen und es noch unsicher erscheint, welche Koalition danach regiert, gerät das “taktische Wählen” zunehmend in den Fokus der Medien (siehe hier oder hier). Viele Dinge sind für eine solche Stimmabgabe zu beachten: Hat meine Wunschpartei überhaupt eine Chance, über fünf Prozent zu kommen? Was sind Erst- und Zweitstimmen? Und überhaupt: Überhangsmandate?

Ein Erstwähler kann bei diesen Begrifflichkeiten schnell in’s Schlingern kommen. Das Blog Netzpolitik weist aber daraufhin, dass die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB, auch verantwortlich für den Wahl-O-Maten) einige Erklär-Videos produziert und im Internet zur Verfügung gestellt hat. Damit ist vielleicht ein wenig geholfen:

Fünf-Prozent-Hürde


Erst- und Zweitstimme

Überhangmandate

Gerade die Fünf-Prozent-Hürde ist nicht uninteressant für die Netzwelt. Schenken wir nämlich Mario Sixtus, seines Zeichens “Elektrischer Reporter“, Glauben, dann dürfte die Piratenpartei in den Internetumfragen etablierte Parteien wie CDU und SPD weit überholt haben (siehe Video-Beitrag hier). Wie die Partei, die sich hauptsächlich Internet-Themen auf ihre Agenda geschrieben hat, am Wahlsonntag tatsächlich abschneiden wird, steht noch in den Sternen.

Aber auch unter den Bloggern gibt es Skepsis gegenüber den Piraten. Der Bielefelder Michi vom Blog denkweite.de wünscht ihnen zum Beispiel ein Ergebnis von 4,9 Prozent. Die Gründe dafür führt er hier an: Link.

NW-Artikel:
Polit-Zwist in Sachen Überhangmandate

Anderswo:
Netzpolitik – BpB: Wie funktioniert die Bundestagswahl?
Elektrischer Reporter – Web-Wahlkampf an der Graswurzel
Denkweite – Was ich der Piratenpartei wünsche


Geschrieben am Sonntag, 20. September 2009
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