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Wahlkampf-Flashmobs [Update]

Wenn wir heute, in den späten Abendstunden, in den Medien auf einen Bericht über eine Kundgebung der Kanzlerin Merkel in Hamburg stoßen, sollten wir kurz einmal die Ohren spitzen. Es könnten dann nämlich etwas ungewöhnliche Zurufe aus dem Publikum zu hören sein.

Den Anlass dafür bildet dieses Foto von einer Plakatumgestaltung, dass im Blog Nerdcore gelandet ist:

Wäre dieser kleine Zusatz nicht alleine schon genug würdig, stundenlang beschmunzelt zu werden, hat sich die “Angelegenheit” im Internet gleich verselbständigt. In kürzester Zeit wurde ein Online-Shop mit T-Shirts in’s Leben gerufen (siehe hier), außerdem ruft Johnny Häusler bei Spreeblick indirekt zu einem Flashmob bei der Kundgebung auf:

Falls es morgen zu einem Flashmob in Hamburg kommen sollte, bei dem bspw. möglichst viele Menschen nach jedem Satz der Bundeskanzlerin „Yeaahh!“ rufen … könnte das dann bitte jemand dokumentieren?

Ich stelle mir die verdutzte Miene der Kanzlerin angesichts so breiter und lauter Zustimmung zu ihren Thesen nur zu interessant vor.

Uwe vom Bielefelder Blog esgibtsie.de kam übrigens ebenfalls auf die Idee eines CDU-Flashmobs. Wie sich dieser wiederum gestalten soll, kann man hier nachlesen: Link.

P.S.: Es kann sein, dass mir etwas entgangen ist, aber ich habe den Eindruck, dass sich derlei Aktionen vorrangig mit der CDU beschäftigen. Da es sich hier um das Blog einer überparteilichen Tageszeitung handelt, wäre ich für Hinweise auf Aktionen, die auch die anderen Parteien betreffen, dankbar.

Links:
Nerdcore – …und alle so “Yeaaahh!”
Spreeblick – Und alle so: WTF?
Esgibtsie – CDU-Flashmob

[Update]: Inzwischen hat die Aktion höhere Wellen geschlagen als noch vor der ersten in Hamburg gedacht. Sie findet zahlreiche Nachahmer in anderen Städten mit Wahlkundgebungen. Gestern Abend fand sie Erwähnung in den Tagesthemen. Hier noch einmal der Videoausschnitt:


Geschrieben am Donnerstag, 24. September 2009
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4 Kommentare zu “Wahlkampf-Flashmobs [Update]”

  1. Herr D.
    18. September 2009 um 10:56

    Ich könnt mich beömmeln.

  2. Bernd
    18. September 2009 um 13:16

    Ich mich auch! Und gerade der Begriff “beömmeln” passt hervorrangend zum Plakat!

  3. esgibtsie
    18. September 2009 um 22:42

    Sie haben es in Hamburg durchgezogen. Wie geil!!!

    Hier eine kurze Version:
    http://www.youtube.com/watch?v=p0obGGb1cdg

    Und hier die Längere:
    http://www.youtube.com/watch?v=J_DRAIGbvUw

  4. Idris
    25. September 2009 um 13:12

    Eine runde Sache das: Dem Wahlkampf wird Inhaltsarmut vorgeworfen, was sich wiederum in inhaltslosen Parolen reflektiert. Oder wie soll man den Reden Mekels begegnen, in denen sie unsere gemeinsame Stärke beschwört, uns verspricht, dass Sie den Weg aus der Dunkelheit kennt. Der CDU-Wahlkampf wird von den Medien (siehe zahlreiche Artikel in beispielsweise Zeit-Online) als inhaltslos abgestraft. Wer das nicht glaubt, möge sich mal das Programm selbst durchlesen… Und nun zu Ihnen, Herr Hinrichts: Bitte seien Sie doch nicht so schrecklich uninformiert! Auch wenn Sie die Konkurrenz bei jedem Gutttenberg-Look-Alike Wettkampf in die Tasche stecken würden – das hilft Ihnen weder in politischer Bildung noch in Medien-Kompetenz. Sie haben einige Dinge nämlich sträflich übersehen. Es findet sehr wohl “Internet-Wahlkampf” statt. Beim StudiVZ beispielsweise postet “der Cem” (oder seine Sekretärin) fleissig rum, hat sich eine glaubhafte, wählernahe virtuelle Existenz aufgebaut. Ausserdem, warum verlieren Sie kein Wort darüber, dass unsere Kanzlerin die Einladung zu “erst fragen dann wählen” ignoriert hat (eine Aktion von ZDF, den Sozial Networks usw.)? Da haben Sie ihre ernste Anfrage seitens der Internet Community. Sie sehen ja, alle waren da, ausser Frau Merkel. Somit ergibt sich immernoch, Merkel kommt und wir schreien ein leeres “Yeah!” auf allles was sie sagt, denn das ist die richtige Antwort auf Augenhöhe.

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