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Amok sitzen

Am vergangenen Mittwoch fand die Großübung “Lükex” (“Länderübergreifende Übung des Krisenmanagements”) in mehreren Orten in NRW statt. So auch während eines Handballspiels des TBV Lemgo in der Lipperlandhalle. Dabei sollte unter anderem getestet werden, wie gut die Einsatzkräfte bei einem Terroranschlag untereinander kommunizieren können (siehe NW-Artikel hier und hier).

Der Autor des Nieheimer Blogs “marens.de” weist mit einem Link darauf hin, wie so ein Einsatzplan vor Ort aussehen kann. Hier ein Beispiel vom “Lükex”-Einsatzort am Flughafen Köln/Bonn:

Wäre der Sinn und Zweck der Übung nicht bekannt, könnte man diesem Plan durchaus einen spielerischen Charakter angedeihen lassen. Das Kind im Manne gerät jedenfalls schnell in Versuchung, mit den kleinen Feuerwehrautos herumzuspielen.

Ob von jemandem mit ostwestfälischem Gemüt jemals ein gewalttätiger Akt zu befürchten ist, darf stark bezweifelt werden. Terror und Gewalt sind von einem “Drämelpott” in der Regel nicht zu erwarten. Eine derart energiebedürftige Tat wäre viel zu anstrengend. Blogger Uwe aus Bielefeld bringt diesen Gemütszustand mit einem von ihm gehörten Zitat auf den Punkt (siehe Link hier):

Ob ich mir vorstellen könnte, Amok zu laufen? Wenn, dann sitze ich Amok.

Eine Einsicht, die solche Einsatzübungen aber nicht obsolet machen soll. Der Terror muss schließlich nicht unbedingt von den Eingeborenen ausgehen.

NW-Artikel:
OWL: Lippe probt heute Terrorszenario (26.1.)
Helfer trainieren Einsatz nach Terroranschlag

Anderswo:
Marens.de – Twitter-Updates vom 29.01.2010
Esgibtsie.de – Warum man in Kneipen gehen soll

(Bildquelle: WDR)


Geschrieben am Freitag, 29. Januar 2010
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2 Kommentare zu “Amok sitzen”

  1. FraMe
    29. Januar 2010 um 12:39

    Bei dem ganzen Walking-Terror warte noch auf den ersten Amok-Walk.

  2. Gucky
    30. Januar 2010 um 14:35

    War eigentlich schon mal ein Ostwestfale in einen Terroranschlag verwickelt ?
    Soll übrigens nicht so gut geklappt haben mit der Kommunikation untereinander (habe ich irgendwie im Ohr).

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