Ein WC-Relikt
Beim Bielefelder Bloggerstammtisch gibt es einen stetigen Zuwachs an Interessierten zu verzeichnen. Das führt aber auch bei jedem Termin dazu, dass männliche Neulinge, sobald sie von einer kleinen, verrichteten Notdurft wieder zurück zur Gruppe stoßen, fragen, was das denn für ein “Ding” sei, das dort im Männer-WC an der Wand hängt. Diese Frage erzeugt dann jedes Mal ein großes “Hallo” unter den Stammbloggern, da sie bereits desöfteren eine Antwort hierauf gegeben und sich zwischen den Terminen klammheimlich mit Hintergrundinformationen versorgt haben. Das Objekt des Interesses sieht übrigens wie folgt aus:

Die dazu hervorgeholten Erklärungen wollen aber an dieser Stelle hier nicht noch einmal zitiert werden. Es soll genügen, die Wikipedia zum Sinn und Zweck des Speibeckens heranzuziehen. Dort steht geschrieben: “Ein Speibecken ist eine wassergespülte Sanitärinstallation zur hygienischen Entsorgung von menschlichen Ausscheidungen, die durch den Mund abgegeben werden, wie Speichel, Wasser, Blut oder Erbrochenem, aber auch [Vorsicht, festhalten] von aufgenommenen Fremdkörpern wie Ruß.”
Es scheint sich hierbei also um ein Relikt zu handeln, aus längst vergangenen Kneipentagen, als derlei Übelkeitszustände unter den Gästen an der Tagesordnung waren. Aufgefallen sind mir diese Art Becken ebenfalls nie vorher. Der Initiator des Bloggertreffens, Sacha Brohm, streute aber eifrig das Gerücht in die Runde, dass es in Bielefeld noch drei Gaststätten mit solchen sanitären Installationen geben soll.
Ob man den leisen Schwund der Speibecken nun begrüßen oder bedauern soll, bleibt dem einzelnen überlassen.
Geschrieben am Samstag, 23. Januar 2010
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23. Januar 2010 um 19:02
In Herford gibt es das auch noch in mindestens 3 Lokalitäten…
23. Januar 2010 um 19:50
Marienfeld hat auch eins
24. Januar 2010 um 00:09
Im Herforder Kick (jetzt X) gab es das zumindest in den 90er Jahren schon auf dem Mädchenklo.
Herford = Vorreiter.
24. Januar 2010 um 08:02
Vorreiter? Ich weiß nich … ich kenne sowas ja nur von Dorfkneipen ;o)
24. Januar 2010 um 11:33
Aus alten Dorfkneipen kenn ich die Dinger auch noch! Komisch, dass die sich in privaten Haushalten nie durchgesetzt haben…normale Toilette, Bidet und Speibecken – fertig ist das perfekte Badezimmer .;-)
24. Januar 2010 um 15:49
Man beachte die beiden Haltegriffe… dann weiß man, welchem Zweck das in einer Kneipe dient…
24. Januar 2010 um 17:13
hab ich wirklich drei gesagt? es gibt auf alle fälle nur eine internetseite, auf der wir eine wirkliche antwort auf die frage nach der häufigkeit von speibecken bekommen können. für jede richtige antwort – die internetseite betreffend – verlost die nw eine tonne ruß.
24. Januar 2010 um 19:45
Ich kenne das Ding unter dem Namen “Papst”
http://de.wikipedia.org/wiki/Papst_%28Begriffskl%C3%A4rung%29
Und es gehört zur Grundausstattung einer guten Kneipe!
26. Januar 2010 um 02:15
Grundausstattung einer guten Kneipe”
vielleicht in häusern von studentischen verbindungen…
(achso, ein hamwa noch: http://vert.blogger.de/stories/1557071/#1557233)